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Die schönsten Reiseziele und Urlaubs-Regionen Österreichs im Tripwunder Reiseführer

Die Stadt Wien vereint sehr angenehm imperiales Flair und den Charme einer Trendmetropole – findet Guide Alexa Brauner. Gästen zeigt sie ganz besondere Plätze Es fühlt sich an wie eine Zeitreise – von der Gegenwart in die Kaiserzeit. Die Wiener Ringstraße ist das architektonische Erbe der Habsburgermonarchie. Es gibt wohl keine andere Straße, die so viele Baustile in sich vereint. An der sich imperiale und gotische Prachtbauten, Jugendstilgebäude und kulturelle Leuchttürme wie die Wiener Staatsoper oder das Burgtheater so eng aneinanderreihen. „Es sind aber nicht die bloßen Bauten, die imponieren“, verrät Alexa Brauner, Stadtführerin in Wien. „Es ist vielmehr das Gefühl, dass dieses Erbe lebendig ist.“ Vor allem dank der charmanten Gastgeber. Die zeigen einem die besonderen, geheimnisvoll anmutenden Plätze, an denen man die Schönheit der Stadt aufsaugt. Zum Beispiel hoch oben auf dem Dach des Naturhistorischen Museums. „Es ist traumhaft, man trinkt ein Gläschen Sekt und hat einen Ausblick bis zur Donau“, schildert Alexa. Sie kennt viele andere Orte, die man alleine nie finden würde. An denen man aber die besondere Lebensart der Stadt spürt. An verborgenen Ecken im Stadtpark. Oder im Tiefparterre der altehrwürdigen Börse, das ein reizvolles Restaurants „versteckt“. Zwar erinnert das Innengebäude an eine Römische Markthalle. Der Charme der Kellner und einheimischen Gäste ist unverkennbar „wienerisch“.
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Innsbruck

Mittelalterliche Schmuckstücke, der Glanz aus alten Tagen und Avantgarde auf dem Steilhang: Die im Herzen der Alpen eingebettete Tiroler Landeshauptstadt ist städtisches Urgestein mit viel frischem Glanz.

Denn wohl kaum eine andere Landeshauptstadt hat in den letzten Jahren einen derartigen Bauboom erlebt wie Innsbruck. Sie ist zu einem Mekka neuer Architektur geworden und kann mit klingenden Namen wie Zaha Hadid, David Chipperfield oder Dominique Perrault aufwarten. Die Revitalisierung der Maria-Theresien-Strasse, die zur Fußgängerzone umgewandelt wurde, kann als überaus geglückt bezeichnet werden. Sie ist Innsbrucks neue Shoppingmeile und lädt mit ihren Restaurants, Straßen-Cafes und einer Vielzahl von „Open Air“ Veranstaltungen zum Verweilen ein. Aufsehen erregende Bauten haben in Innsbruck seit jeher Tradition. So zählt es zu den besonderen Reizen der Altstadt, dass das Mittelalter hier so gegenwärtig erscheint. Von weither leuchtet das von Kaiser Maximilian I. errichtete Goldene Dachl über die Herzog-Friedrich-Strasse. Als ob die 2657 vergoldeten Kupferschindeln des spätgotischen Prunkerkers noch immer die alten Gerüchte um Maximilians Geldnot zerstreuen müssten. Die Ruhe des Herrschers mag das nicht stören: Sein imposantes Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche ist eines der beeindruckendsten Kunstwerke der Renaissance. Für das Grabmal wurden 28 überlebensgroßen Bronzefiguren angefertigt, die allesamt Familienmitglieder symbolisieren. Innsbruck atmet also Geschichte und hat seinem mittelalterlichen Erbe die Treue gehalten.
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Aber auch der überraschenden Verbindung von Wehrhaftigkeit und Kunstsinn: So überrascht selbst der wuchtige Bau des Schloss Ambras im Süden der Stadt mit feinen Kasettendecken und Bildern von Tizian, Van Dyck und dem Barockmaler Diego Velazquez. Um den gotischen Wohnturm der Ottoburg aus dem Jahre 1200, Teil der Innsbrucker Stadtburg, pulsiert jetzt moderne Geschäftigkeit. Und die spätbarocke Hofburg, zu der auch das Hoftheater und der Hofgarten gehören, hat ihr prächtiges Erscheinungsbild bereits zu Zeiten Maria Theresias erhalten: Die Kaiserin vermachte den Tirolern damit ein echtes Schaustück des Wiener Rokoko. Stehen geblieben ist die Zeit dennoch nicht. Im Gegenteil: Die Universitätsstadt Innsbruck punktet mit einer Vielzahl von Events, die nicht nur mit klassischen, sondern auch zeitgenössischen Highlights punkten: Der Tanzsommer Innsbruck, die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, die Internationalen Filmfesttage Innsbruck, das Osterfestival Tirol oder das Kulturzentrum Treibhaus setzen alljährlich neue Impulse. Wer nach einer Veranstaltung noch das Nachtleben genießen möchte, findet unter den Viadukbögen eine ausserordentlich hohe Lokaldichte an belebten Bars und Clubs, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Doch das vielleicht beindruckendste Wahrzeichen dieser Stadt stellen die sie umgebenden Berge dar. Gleich zweimal, 1964 und 1976, waren sie Austragungsort Olympischer Winterspiele. Dass man hier in kürzester Zeit von der Altstadt direkt auf die Piste kann, ist wohl keinerlei Übertreibung. Oder mit Schneeschuhen, Touren-Skiern oder sommerlichen Wanderstiefeln die umliegenden Wandergebiete erkunden – etwa im Alpenpark Karwendel oder auf dem Zirbenweg am Patscherkofel. Besonders spektakuläre Aussichten bietet eine Fahrt mit der ebenso beeindruckenden, von Zaha Hadid gestalteten Hungerburgbahn. Auf halber Strecke empfiehlt es sich, die Fahrt zu unterbrechen, um den nahe gelegenen Alpenzoo zu besuchen. Hier kann man aus nächster Nähe die alpine Tierwelt beobachten, und bei themenbezogenen Publikumsveranstaltungen, diversen Ausstellungen und Aktionstagen wird der Besucher auf ansprechende Weise über das sensible Ökosystem der Alpen informiert. Endstation der Hungerburgbahn ist die auf 2000 Meter Höhe gelegene Seegrube. Hier macht der überwältigende Panoramablick die enge Verbindung dieser Stadt mit der alpinen Bergwelt spürbar. Sitzt man schließlich auf der Sonnenterasse der Alpenlounge Seegrube und lässt seinen Blick von den Bergmassiven hinunter ins Tal schweifen, dann erkennt man weit unter sich Innsbruck am grünen Inn in seiner vollen Pracht. Und erfasst mit einem Mal die ganze Faszination und Lebensqualität, die diese Stadt zu bieten hat.

Vorarlberg

Wenn Vorarlberger von ihrem Bundesland erzählen, dann tun sie dies oft in der Verkleinerungsform und sprechen vom „Ländle“.

Darin schwingt nicht etwa Bedauern wegen der bescheidenen Größe mit – Vorarlberg ist mit 2.601 km2 nach Wien das flächenmäßig kleinste österreichische Bundesland, nein, „Ländle“ ist liebevoll gemeint. Und stolz. Die Vorarlberger sind sich einig: Ihre Heimat ist zwar klein, aber fein. An landschaftlichem Reiz lässt Vorarlberg trotz Kleinheit so wenig zu wünschen übrig wie an historischem, kulturellem und kulinarischem Reichtum. Guter Einführungskurs für alle Vorarlberg-Novizen: Ein Ausflug „Rund ums Ländle“, mit dem Auto bequem an einem Tag zu absolvieren. Die Stationen dieser Tour geben einen umfassenden sinnlichen Eindruck von der enormen Vielfalt des Bundeslandes: Sanfte Hügelzüge und steil aufragende Felswände im Bregenzer Wald, die hochalpinen Landschaftspanoramen des Arlbergs, das dichte Siedlungsgebiet im grünen, breitflächigen Rheintal. Und natürlich: Der Bodensee, der sich dem Beobachter – vom Pfänder, dem Hausberg der Bregenzer, aus gesehen – an klaren Tagen in bestechender Schönheit präsentiert. Von den Allgäuer- und Lechtaler Alpen bis zu den Ausläufern des Schwarzwaldes gleitet der Blick fließend hinweg über drei Länder – Österreich, Schweiz, Deutschland. Fast scheint es so, als wolle die Natur die Menschen an diesem berühmten Aussichtsort auf einen langsameren, bedächtigeren Lebensrhythmus einstimmen. Es gibt aber nicht nur die Landschaft zu entdecken. Auf einer Vorarlberg-Rundfahrt wird man an allen Ecken und Enden moderne, elegante Bauten von raffinierter Schlichtheit erblicken – oft im landestypischen Material Holz, kombiniert mit Glas, Stein oder Stahl. Die Vorarlberger Bautradition reicht weit in die Vergangenheit zurück und ist vor allem seit den 1980er-Jahren von einer Gruppe Vorarlberger Baukünstler mit einer Fülle von spektakulären Bauprojekten hingebungsvoll und hochprofessionell weiterentwickelt worden. So gilt heute das ganze Land als Schaukasten zeitgenössischer Architektur, der in seiner subtilen Ästhetik und Vielgestaltigkeit seinesgleichen sucht. Das Vorarlberger Baugesetz kommt dem Ehrgeiz der Bürger, möglichst ein eigenes „Hüsle“, ein eigenes Haus, zu besitzen, entgegen: Einreichpläne müssen nicht wie sonst überall in Österreich von einem Architekten an die Behörde ausgehändigt werden, sondern der Bauherr selbst kann das tun. Die Verbindung von Individualität und hohem Qualitätsbewusstsein hat ein Vorarlberger Architektur-Wunder hervorgebracht, das für viele Vorarlberg-Reisende Hauptanziehungspunkt ist. Ein besonders markantes Gebäude stammt von einem Schweizer Architekten:
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Das am Bodenseeufer gelegene Kunsthaus Bregenz von Pritzker-Preisträger Peter Zumthor gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Museumsbauten weltweit. Mit seiner Hülle aus Glasplatten, Stahl und gegossenem Beton wirkt es wie ein prächtiger Riesenleuchtkörper, der die stetig wechselnden Stimmungen von Himmel und Bodensee widerspiegelt. Überhaupt, der See: Er begleitet viele Vorarlberger den ganzen Jahreskreis hindurch, ob majestätisch-eisgrau im Winter oder hellblau schimmernd in der Badesaison, wenn eine Armada von Segelbooten im warmen Sommerwind über die sanfte Wellengischt hinweggleitet. Im Juli und August ist der See traditionell auch Schauplatz der Bregenzer Festspiele: Die spektakuläre Verbindung von großartiger Naturkulisse, der Bühne, die wie eine kleine Insel im See liegt, und exquisitem Opernklang fügt sich zu einem sinnlichen Gesamterlebnis, das kein Besucher so schnell vergessen wird. Kein Wunder, dass es für den Film „Ein Quantum Trost“ auch den coolen Agenten James Bond, der erlesene Weltgegenden immer schon zu schätzen wusste, hierher verschlagen hat. Eine weitere Attraktion für Kulturinteressierte ist die Schubertiade, das bedeutendste Festival für die Musik Franz Schuberts. Hauptaufführungsorte für Konzerte, an denen so gut wie alle berühmten Schubert-Interpreten teilgenommen haben, sind Hohenems sowie das pittoreske Bauerndorf Schwarzenberg, Heimatort der Malerin Angelika Kauffmann, nach der der akustisch grandiose, von hellem Licht durchflutete Konzertsaal des Ortes benannt ist. In der Ruhe dieser Umgebung kommt Schuberts Musik besonders gut zur Geltung. Aber noch etwas zeichnet Vorarlberg aus. Es ist Rückzugsort für alle Entschleunigungswilligen, die sich eine Auszeit vom Stakkato der E-Mails und Business-Meetings gönnen wollen. Je nachdem, wie aktiv man es anlegen will, gibt es eine luxuriöse Palette von Möglichkeiten: Entspannt auf Strandpromenaden flanieren, bergwandern oder bergsteigen im hochalpinen Gebiet, weitläufige Wanderungen über grüne Wiesenmatten im Bregenzerwald, mountainbiken und im Winter natürlich Ski fahren in der kristallklaren Höhenluft des Montafons oder in Lech und Zürs, den beiden mondänen Arlberggemeinden. Vorarlberg ist klein – aber fein: Dieses Motto gilt schließlich auch auf kulinarischem Gebiet. Die Haubendichte des Ländle ist imposant. Über 90 der begehrten Kopfbedeckungen hat Gault Millau vergeben: Ein beeindruckender Kreativitäts- und Qualitätsnachweis für die lokalen Kochmatadore, die bei ihrer Arbeit bevorzugt auf bodenständige Produkte zurückgreifen. Besonders erwähnenswert: Die uralte Käsekultur mit ihren landestypischen Spezialitäten. Ohne den „rässen“, scharf-würzigen Bergkäse (und ohne knusprig braungeröstete Zwiebeln!) gäbe es keine Kässpätzle, die auf der ganzen Welt in Vorarlberg am besten schmecken, und für die ein echter Vorarlberger alles liegen und stehen lässt.

Salzburg

Einige Takte Moderne und eine imposante Partitur aus Schlössern und Burgen: Wer durch die Barockstadt Salzburg spaziert, erlebt gewachsene Kultur.

Jazz, Klassik, und moderne Kunst kombinieren sich hier zu einem lebhaften Gesamtkunstwerk. Mit atemberaubend steilen Felsen ragt im Herzen der Stadt der gewaltige Burgberg auf. Alpines Gestein und der intakte Festungsbau der darauf errichteten Festung Hohensalzburg dominieren Salzburgs berühmtes Postkarten-Panorama. Der Besuch der größten vollständig erhaltenen Burg Mitteleuropas ist freilich in doppelter Hinsicht die perfekte Salzburg-Ouverture. Zunächst verschafft er einen idealen Überblick auf später angesteuerte Ziele: Die im Frühbarock errichtete Erzbischöfliche Residenz mit Prunkräumen und der Residenzgalerie mit europäischer Malerei des 16. - 19. Jahrhunderts zählt wohl dazu. Doch zugleich vermittelt die Festung ein starkes Gefühl für Salzburgs historisches Flair. Und stimmt so auf Wolfgang Amadeus Superstar ein. Die Spuren des Genies sind ein verlässlicher roter Faden. Da wäre die kühle Weite des Salzburger Doms, in dem Mozart getauft wurde. Der Besuch des Mozart-Geburtshauses in der Getreidegasse, in dem der begnadete Komponist am 27.1.1756 die ersten Töne hörte, führt in die malerische Altstadt. Am Abend tauchen Laternen die hohen, schmalen Häuser und romantischen Innenhöfe in weiches Licht. Kein Wunder, dass dieser intakte mittelalterliche Stadtteil zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Mozarts barocke Musik schafft spielerisch ineinander verschachtelte Hörwelten. Doch auch die Baumeister seiner Ära haben Salzburg reich beschenkt. Die geschweiften Linien und lebhaften Farben des weichen Barock tauchen am Schloss Mirabell auf, prägen die Blumenrabatte des vorgelagerten Gartens. Im nahe der Stadt gelegenem Schloss Hellbrunn speist dieselbe spielerische Leichtigkeit zahllose Wasserfontänen: Die barocke Lebenslust sorgt hier für nasse Überraschungsmomente. Dass Salzburg heute zu den wichtigsten Kulturmetropolen der Welt zählt, liegt aber auch am fortgesetzten Engagement. Die Erfindung der köstlichen Mozartkugel, die renommierte Musik-Universität Mozarteum, die Rupertinum-Sammlung zeitgenössischer Kunst, oder die 1920 gegründeten Salzburger Festspiele – einer der wichtigsten Theater-, Opern- und Konzertreigen der Welt - ziehen da an einem Strang. Und stets lässt sich Salzburg dabei neu entdecken. Der legendäre Theaterregisseur Max Reinhardt tat das, indem er die Arkaden der Felsenreitschule am Salzburger Mönchsbergs in eine Festival-Kulisse verwandelte. Das spektakulär auf die steil abfallende Klippe des Mönchbergs gesetzte Museum der Moderne setzt diesen Mut zum Neuen zuletzt fort. Und das tun auch die Klänge des Salzburger Jazz-Herbsts und des Jazzfestivals in Saalfelden. Vielleicht hätte es Wolfgang Amadeus heute ja auch dorthin verschlagen!

Steiermark

Im Bauch von Österreich Im Kontrast liegt die Schönheit.

Die Steiermark vereint unterschiedliche Landschaften, verschiedene geologische Zonen und mannigfaltige Bräuche. Mit ihren unverfälschten Naturprodukten wurde sie zum Feinkostladen Europas – und zum Bauch von Österreich. In der Steiermark beginnen die Alpen, oder hier enden sie – je nach Standpunkt. Dadurch ergeben sich landschaftliche Kontraste, die kaum ein anderes Bundesland in sich vereinen kann: Da ist zum einen das Hügelland der Süd- und Oststeiermark mit seinen Ausläufern in die pannonische Tiefebene – ein Land der weiten Horizonte, das unter tiefstehender Sonne zum Verweilen einlädt. Im Gegensatz dazu steht die gebirgige Welt des Nordens, wo in den Tälern von jeher in handwerklichen und industriellen Betrieben für Wohlstand gesorgt wurde. In der Steiermark treffen diese Gegensätze aufeinander und haben eine Topografie der unterschiedlichsten Empfindungen geformt. Im Süden des Landes atmet die von Reben durchsetzte Landschaft die Genussfreudigkeit, die durch die gesamte Region begleitet. Ob auf den Vulkankegeln im Südosten oder den steil abfallenden Hängen entlang der Grenze zu Slowenien, überall gedeiht hier hervorragender Wein: Welschriesling, Sauvignon blanc und Muskateller, aber auch Chardonnay, in der Steiermark Morillon genannt. Im Sommer fahren Menschen aus Nah und Fern an Mais- und Kürbisfeldern vorbei, um ihre kulinarischen Sehnsüchte an Orten zu stillen, die Buschenschanken genannt werden: Meist auf Hügelkuppen gelegen, wird dort bester Wein und ein reiches Sortiment regionaler Hausmannskost kredenzt. Beim Anblick der steil abfallenden Weinberge, den grünen Wiesen und der kleinen Wege, die sich bis zum nächsten Weingut hinaufschlängeln, verliert sich die Zeit, wird der Alltag zur Nebensache. Und warm ist es nicht nur im Wasser, sondern auch zu Lande – schließlich haben die Meteorologen für diese Region die längste Sonnenscheindauer Österreichs errechnet. Die Steiermark – der Bauch von Österreich – bietet genug Platz, um sich in ihr zu verlieren. Anders als in Salzburg und Tirol sind viele Regionen noch ursprünglich, unaufgeregt und nicht vom Tourismus erobert. Unprätentiös wie das gesamte Bundesland ist auch seine Hauptstadt – Graz. Die Landschaft der Dächer, die engen Gassen, der Dom – sie muten bereits italienisch an. Und auch das Klima in der Stadt mit kaiserlichen Wurzeln lässt mediterrane Gefühle aufkommen. Graz ist ein Schmelztiegel der Baustile – italienische Renaissance, Gotik, Barock und Historismus sind in einem gemütlichen Chaos miteinander verschmolzen. Die Gemächlichkeit der Stadt könnte man auch der Provinz zuordnen, in deren Tiefen Graz vermutlich irgendwann versunken wäre, wäre da nicht das Kulturhauptstadtjahr 2003 gewesen. Plötzlich fügten sich in die Altstadt seltsame intergalaktische Bauten, die wirkten, als wäre gerade ein Raumschiff gelandet. So wird das blaue, blasenförmige Kunsthaus Graz, seither nur mehr „Friendly Alien“ genannt wird. Die muschelförmige Stahl-Glas-Konstruktion der Murinsel und die labyrinthische Innenarchitektur des „Doms im Berg“ sind weitere futuristische Wahrzeichen des Kulturhauptstadtjahres. Einige dieser architektonischen Interventionen hätten nach Ablauf dieses Jahres wieder abgebaut werden sollen, doch die Grazer wollten sie behalten: bezeichnend für eine Stadt, die so manches zur Tradition macht, was erst Verwunderung oder gar Ablehnung auslöst. Das gilt genauso für das Avantgarde-Festival steirischer herbst, die provokanten Veranstaltungen der literarischen Vereinigung Forum Stadtpark oder das österreichische Filmfestival Diagonale, die nun schon lange Fixpunkte der pulsierenden Kunst- und Kulturszene in Graz sind. Die Steiermark – sie wird auch das „grüne Herz Österreichs “ genannt.
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St. Pölten

Die barocke Stadt beindruckt nicht nur städtebaulich, sondern überrascht auch mit einer erstaunlichen Vielfalt an kulturellem Angebot.

Erst 1986 wurde St. Pölten zur niederösterreichischen Landeshauptstadt. Damit schlug die im Mittelalter gegründete Stadt an der Traisen ein völlig neues spannendes Kapitel auf. Österreichs jüngste Landeshauptstadt zögerte nicht lange, um ihrem neuen Status Ausdruck zu verleihen: Innerhalb weniger Jahre entstand entlang der Traisen ein völlig neuer Stadtteil – das moderne Regierungsviertel mit dem architektonisch beachtlichen „Landtagsschiff“. Das Landesmuseum, der „Klangturm“, das Landeszentrum des Österreichischen Rundfunks, Landesbibliothek und Landesarchiv bilden einen neuen Kulturbezirk und runden den Aufbruch St.Pöltens in Richtung moderner Baukunst ab. Ebenso dort angesiedelt, befindet sich das Festspielhaus St. Pölten, in dem sowohl klassische Musik als auch zeitgenössische Kunstformen wie Tanz und Performance für wahre Begeisterungsstürme sorgen. Von all dieser Modernität sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: St. Pölten ruht auf einem uralten Fundament. Die Stadt an der Traisen verfügt neben Enns und Wien über das älteste verbriefte Stadtrecht Österreichs. Bereits 1159 wurde ihr dieses vom Passauer Bischof Konrad verliehen. Zugleich ist St. Pölten eine Hauptstadt des Barock, geprägt durch die Handschrift des Erbauers von Stift Melk: Nachdem der Barock-Baumeister Jakob Prandtauer 1689 hierher übersiedelte, veränderte ein wahrer Bauboom die verkehrstechnisch günstig gelegene Stadt. Das Karmeliterinnenkloster oder der Kernbau des Instituts der Englischen Fräulein gehen auf diese Jahre zurück. Auch die Fassaden der Fuhrmanngasse und des Herrenplatzes zeugen bis heute von der barocken Pracht jener Zeit. Dass in dieser Stadt mit Vorliebe neue Kunstströmungen vor historischen Kulissen präsentiert werden, ist integraler Bestandteil des St Pöltener Lebensgefühls. Die am Hauptplatz gelegene Bühne am Hof ist nur ein Beispiel dafür und das Programmkino „Cinema Paradiso“, das mit einer internationalen Auszeichnung bedacht wurde, veranstaltet alljährlich das Open-Air-Kino am Rathausplatz. Hier kann man in lauen Sommernächten mitten im Zentrum der Altstadt unter dem Sternenhimmel sitzen und die schönsten Filme des letzten Jahres genießen. Ökologisches Denken und Nachhaltigkeit werden in St. Pölten groß geschrieben. Die Stadt kann als „Windhauptstadt Österreichs “ bezeichnet werden. 15 Windkraftanlagen decken ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs aller St. Pöltener Haushalte ab. Darüber hinaus ist das hier stattfindende Österreichische Windenergiesymposium auch für internationale Experten ein Begriff geworden. Auch die Bevölkerung zeigt Umweltbewusstsein: So werden zehn Prozent aller Verkehrswege in St. Pölten mit dem Fahrrad erledigt. Im Jahr 2005 wurde deshalb auch die Fußgängerzone in der Innenstadt für Radfahrer geöffnet. Das bestehende Routennetz wird stetig ausgebaut und soll auf 219 Kilometer erweitert und verknüpft werden. Außerdem ist St. Pölten beliebter Ausgangspunkt für viele lohnenswerte Radstrecken, hauptsächlich entlang des von Mariazell bis zur Donau reichenden Traisentalradweges. Der Reiz der Strecke liegt in dem landschaftlichen Kontrast zwischen den sanften Weinbergen und der Bergwelt der Mostviertler Alpen mit deren Gebirgswäldern und Seen. Ein Spaziergang durch St. Pölten beweist, dass die lustvollen Farben und üppigen barocken Formen der Stadt weit mehr sind als nur historische Kulisse. Sinnlich stellt die Landeshauptstadt ihre zeitlose Reife zur Schau und verrät zugleich den Mut zum Aufbruch: Die Neugestaltung des barocken Rathausplatzes durch den Architekten Boris Podrecca oder das alljährlich stattfindende Frequency Festival, Österreichs größtes Pop und Rockfestival, stellt die Wandlungsfähigkeit des neuen St.Pölten unter Beweis, das irgendwo zwischen Barock und Rock angesiedelt ist.

Tirol

Wo die Berge rufen Wo es im Winter per Ski, Snowboard oder Rodel ins Tal und danach in ein Restaurant geht, machen sich im Sommer Wanderer und Biker an den Aufstieg.

Gemütlicher geht es mit dem Lift. Doch egal, wie man den Aufstieg wagt, in den Bergen wartet eine erholsame Auszeit. „Tirol isch lei oans“, heißt es in einem Mundart-Lied, „isch a Landl, a kloans.“ Wer das bergige österreichische Bundesland kennenlernt, weiß bald, dass nur der zweite Teil des Satzes stimmt. Denn Tirol ist vielfältig: Da gibt es das Unterland zwischen der Sportstadt Kitzbühel und der mittelalterlichen Salzstadt Hall, in dem der Dialekt weicher, das Inntal weiter und die Bergrücken nicht so steil sind. Und es gibt das engere, steilere Oberland mit den harten K-Lauten, die ganz hinten in der Kehle gebildet werden. Dazwischen ist die Stadt Innsbruck, eingebettet zwischen ihrem Hausberg im Süden, dem Patscherkofel und den steil aufragenden Kalkalpen im Norden. Aber so facettenreich Tirol ist, so verschieden sind auch die Bräuche und Dialekte in den Tälern von Ober- und Unterland und Osttirol. Nur die sanften, schroffen oder steilen, aber immer imposanten Berge prägen und verbinden das Land. Kenner lassen schon allein die Namen der Gletscher – Pitztal, Kaunertal, Hintertux, Ötztal und Stubai – an immerwährenden Winter denken. Aber ob ewiger Schnee in den Höhen, noble und große Skigebiete bei Kitzbühel, Ischgl und St. Anton am Arlberg oder die gerade zum „Besten Skigebiet der Welt“ gewählte Region Wilder Kaiser-Brixental im Bezirk Kitzbühel: Tirol ist ein Muss für Skifahrer und Snowboarder. Und natürlich auch für Rodler, Skitouren-Geher oder Langläufer. Wer Tirol nur im Winter besucht, verpasst viel, denn in der wärmeren Jahreszeit wird hier gewandert. Das Gehen auf den und am Berg gilt in Tirol als Kulturgut. Warum, das versteht man, wenn man es erlebt: Über die grünen Wiesen oberhalb von Maurach am Achensee, hinter denen das Rofan-, das Karwendelgebirge und die Alpen aufragen, mit Blick hinunter auf den See. Dazu viel frische Luft und Ruhe, durchbrochen nur von Kuhglockengeläut. Wenn man das erlebt, kann man verstehen, warum Tirol so oft als Filmkulisse dient. „Heiliges Land“ wird Tirol auch genannt.
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Diesem Ruf wird es mit seinen Wallfahrtskirchen gerecht. Eine besonders schöne, Maria Brettfall im Zillertal , passiert man auf einer Etappe des Jakobswegs, der durch Tirol führt. Beeindruckend auch die auf einem 14 Meter hohen Felsen stehende Wallfahrtskirche Mariastein bei Wörgl, deren gotische Kapelle eine aus Stein gemeißelte Marienstatue birgt. Wer lieber wandert, als pilgert, ist auf dem Adlerweg, dem Tiroler Weitwanderweg, richtig. Die Hauptroute führt quer durchs Land von St. Anton am Arlberg bis nach St. Johann in Tirol – ganze 280 Kilometer. Kürzere Etappen führen auch ins Zillertal, durch die Kitzbühler oder in die Lechtaler Alpen. Den Namen hat der Adlerweg übrigens von der Form der Routen, die an die Schwingen des edlen Tieres erinnern. Und wenn man beim Wandern den Blick auch mal in die Weite schweifen lässt, sieht man vielleicht sogar den einen oder anderen Adler durch die Luft gleiten. Der Adlerweg führt auch nach Osttirol. Wer sein Glück auf den Gipfeln sucht, ist hier, wo es 241 Dreitausender gibt, richtig. „Griaß di“ sagt man, wenn man sich am Berg trifft, denn das vornehme „Sie“ gibt es über 1000 Metern Meereshöhe nicht. Reines Naturerlebnis bietet der Nationalpark Hohe Tauern. Und, was heute kaum noch zu finden ist, „alpines Urland“. In dem mächtigen Gebirge, überragt von Großvenediger und Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, ist der Mensch nur Besucher. Zuhause sind hier Gämsen, Murmeltiere, Steinböcke und Bartgeier. Hier zweigt sogar ein Weg ins Paradies ab: „Zedlacher Paradies“ nennt sich ein Rundwanderweg unter jahrhundertealten Lärchen. Los geht es beim Nationalparkhaus in Matrei über Prosegg und Hinteregg. Auslassen sollte man keinesfalls den Strumerhof auf 1451 Metern Seehöhe. Hier warten Gerichte wie eine „Unkrautsuppe“, die man mit Blick über schier endlose Almwiesen genießt. Bäuerliches Leben im Einklang mit Natur und Traditionen erlebt man im Osttiroler Villgratental. Schafherden grasen auf steilen Hängen, die Bauernhäuser sind aus Holz – Entschleunigung muss hier nicht erst erfunden werden. Ein weiteres Naturjuwel ist das Kaisertal bei Kufstein, in das man nur zu Fuß gelangt. Bis vor wenigen Jahren waren die rund 35 Bewohner des Naturschutzgebiets vom Rest Tirols abgeschnitten, keine Straße führte hinein. Heute gibt es einen Tunnel, durch den jedoch nur die Einheimischen fahren dürfen. Besucher, die beim Gasthof Pfandlhof einkehren und das Panorama mit dem Wilden Kaiser genießen wollen, müssen noch immer zu Fuß ins Kaisertal gehen. Tirol riecht nach frisch gemähten Almwiesen, nach Heu oder auch Schnee und kalter Luft im Winter. Tirol kann man aber auch schmecken. Auf den Almen servieren die Hüttenwirte Selbstgemachtes. Und in der Höhe schmecken die Brettljause, Kasknödel und Kaiserschmarrn besonders gut. Eine Spezialität des Zillertales ist das Melchermuas. Aus Butter, Mehl, Milch und Salz gemacht, gilt das einstige Arme-Leute-Essen heute als Spezialität. Gekocht wird es noch im Goglhof in Fügenberg. Und, weil es nach einem deftigen Essen einen Schnaps braucht, wird der beste des Landes aus den süßesten Zwetschgen gemacht. In Stanz bei Landeck werden diese zu einem ganz besonderen Destillat gebraut. Eine weitere flüssige Spezialität und der meistprämierte Gerstensaft Österreichs ist das Starkenberg Bier, das in Tarrenz auf Schloss Starkenberg gebraut wird. In Tirol ist man immer schnell in der Natur. Und selbst von der Landeshauptstadt Innsbruck aus ist man in zehn Minuten im Wald. Noch schneller ist man mit der Hungerburgbahn und Nordkettenbahn auf der „Grub'n“, wie die Innsbrucker ihr Skigebiet, die Seegrube, liebevoll nennen. Danach lohnt sich ein Besuch der Altstadt, um dort, unter dem berühmten Wahrzeichen, dem Goldenen Dachl, mit Blick auf die Nordkette einen Kaffee zu trinken. Die mittelalterliche Altstadt, in der sich die Häuser eng aneinanderschmiegen, wird in der Adventzeit zum großen Christkindlmarkt. Wer die kulinarische Spezialität der kalten Jahreszeit sucht, muss nur nach jenem Stand Ausschau halten, vor dem die meisten Menschen warten: Dort werden die beliebten Kiachl verkauft. Die Germteig-Krapfen werden mit Sauerkraut, Preiselbeeren oder Staubzucker gegessen. Nur wenige Kilometer von Innsbruck entfernt, im Mittelalter-Städtchen Hall in Tirol, gibt es auch einen Adventmarkt, den man nicht auslassen sollte. Eine Vorweihnachtszeit ganz ohne Weihnachts-Beschallung und Lichterketten, dafür mit viel Tradition, wird in Rattenberg zelebriert. So eng die Täler Tirols auch sein mögen, das Denken der Tiroler ist dies nicht. Schon bei einem Spaziergang durch die Innsbrucker Innenstadt kann man viel internationale Baukunst entdecken. In der Maria-Theresien-Straße steht das Kaufhaus Tyrol des britischen Architekten David Chipperfield. Nur wenige Meter entfernt führt eine Lichtinstallation des Künstlers Peter Sandbichler auf den Sparkassenplatz und zur Bank für Tirol und Vorarlberg. Deren Hauptsitz in Innsbruck entstand 2006 nach Plänen von Heinz Tesar, beherbergt eine Fotogalerie und einen Konzertsaal und hat die Bau-Kunst zum obersten Prinzip erhoben. Die Fassade besteht aus ineinandergreifenden Quadern, in denen sich die Berge spiegeln. Das neue Wahrzeichen der Landeshauptstadt ist die Bergiselschanze. Dort, wo Andreas Hofer vor 200 Jahren die historische Schlacht gegen Napoleons Heer kämpfte, segeln heute Skispringer von der von Architektin Zaha Hadid entworfenen Sprungschanze und nur wenige Meter entfernt, schickt ein neuer überaus gelungener Museumsbau seine Besucher auf eine spannende Zeitreise durch die bedeutenden Stationen der Tiroler Geschichte und Kulturgeschichte. DAS TIROL PANORAMA. Eine weitere architektonische Sensation, ebenfalls von Hadid, ist die Hungerburgbahn, die vom Stadtzentrum auf die Nordkette führt. Der Lebensmittelhändler M-Preis brachte moderne Baukunst sogar in kleine Tiroler Dörfer: Alle Filialen des Nahversorgers wurden von namhaften Architekten geplant. Ein besonders gelungener Supermarkt steht in Wattens, geplant von Dominique Perrault, dem Architekten der französischen Nationalgalerie und der Innsbrucker Rathausgalerien. Tirol, das sind nicht nur die Berge, das ist auch das Wasser. Der Inn, der sich im Namen der Hauptstadt findet, zieht wie eine Lebensader quer durch das Land. Vom Finstermünzpass bei Nauders vorbei an Telfs, Innsbruck und der Silberstadt Schwaz, durch die Festungsstadt Kufstein hindurch. Und auch wenn woanders die Seen größer und bekannter sind, in Tirol ist jeder für sich einzigartig. So gibt es klare Bergseen wie den Piburger See am Eingang vom Ötztal, den kleinen Möserer See bei Seefeld oder den Berglsteinersee bei Kramsach. Um die kleinen Inseln in diesem romantischen Alpensee rankt sich die Sage von zwei Liebenden, die erst im Tod zusammenfanden. Eine Geschichte, die einem bei der Einkehr in das Restaurant am Berglsteinersee gerne erzählt wird. Und dann ist da noch der Achensee, Tirols größter See. Auf einer Seehöhe von 930 Metern gelegen, ist es kein Wunder, dass er auch im Sommer im wärmsten Teil nur 10 Grad warm wird – oder besser gesagt kalt bleibt. Trotz seiner relativ kleinen Größe hat Tirol viel zu bieten. Für alle, die im Winter die weißen, weiten Pisten von St. Anton herunter wedeln oder im Spätherbst durch die hübsche Altstadt des beschaulichen Kitzbühels spazieren. Oder für die, die während einer Innsbruck-Städtereise eine moderne Tanzperformance beim Tanzsommer besuchen oder einer mittelalterlichen Oper beim Festival der Alten Musik lauschen. Tirol hat viele Facetten. Und das Schöne daran: Jeder kann sie für sich entdecken.

Bregenz

Viel Neues im Westen: Mit Mut zur Veränderung unterstreicht Vorarlbergs weltoffene Hauptstadt die Lage am internationalen Gewässer des Bodensees.

So gesellt sich zu einem halben Jahrhundert Bregenzer Festspiele eine spannende Architektur-Offensive. Vielleicht liegt es ja am Freiraum, den die Lage am Wasser seit jeher verspricht. Die offene Fläche des drittgrößten Sees Mitteleuropas breitet sich direkt vor Bregenz aus. Diese „offene“ Grenze des Bodensees ist Bregenz nicht schlecht bekommen. Seit 2000 Jahren wird hier Handel getrieben. Ebenso lange haben Moden und Ideen aus allen Himmelrichtungen für frischen Wind gesorgt. Eine offene Stadt ist so rund um den mittelalterlichen Stadtkern und das Wahrzeichen Martinsturm entstanden. Darauf verweist auch die jüngste Stärke der Vorarlberger Landeshauptstadt: moderne Baukunst. Denn still aber stetig ist Bregenz zu einem Fokus internationaler Architektur geworden. Architekten wie Hans Hollein, Jean Nouvel und Peter Zumthor haben ihre Spuren hinterlassen. Wichtiger als die großen Namen ist vielleicht aber der Kreis der „Vorarlberger Baukünstler“ selbst. Längst prägt deren Handschrift – viel Holz im schlichten Stil der Moderne – den gesamten Umraum. Das verdeutlichen auch die Bregenzer Architektur-Spaziergänge: Kaum eine andere 28.000-Einwohner-Stadt versammelt so viel neue Baukunst auf so engem Raum. Doch es entstehen auch beeindruckende Kulissen für wenige Wochen. Die Bregenzer Seebühne ist die bekannteste darunter. Auch James Bond hat sie vor kurzem entdeckt. Wenngleich verspätet, wie Opernfreunde in aller Welt finden. Denn die Bregenzer Festspiele sind seit einem halben Jahrhundert ein Garant für erstklassigen Opern-Genuss. Dafür sorgen hochkarätige Regisseure, aber auch das „Hausorchester“, die Wiener Symphoniker. Die Diven und Dirigenten sind dabei in dichte kulturelle Bandbreite eingebettet: Das Tanzfestival „Bregenzer Frühling“, die Schubertiade Schwarzenberg, das naheliegende Feldkirch Festival, ja sogar das Pilosophicum Lech schlagen hier auch jenseits der Festivalzeit spannende Töne an. Schaut man vom 1.064 Meter hohen Pfänder auf den Bodensee hinab, so verdichtet sich aber auch die Kulisse einer grandiosen Natur. Von den Schweizer Bergen über den Bodensee, bis hinüber zum Allgäu und die Gipfel des Bregenzerwaldes reicht der Panoramablick. Ideal zum Biken, Paragleiten, Radfahren und jede Art von Wassersport. Beschauliche Boots-Ausflüge zur mittelalterlichen Inselstadt Lindau und der Blumeninsel Mainau inklusive. Bregenz, die Stadt der Festspiele
”Urlaub in Österreich”
Die Bregenzer Festspiele mauserten sich in den letzten 60 Jahren zu einem veritablen Großereignis und sind heute aus der österreichischen Festspielszene nicht mehr wegzudenken. Die Vorarlberger Gastronomieszene tat ihr übriges dazu. Aber schon allein das Kunsthaus in Bregenz ist einen Abstecher wert. Den besten Blick über Bregenz hat man von der Oberstadt aus: Von hier aus wandert der Blick über die Bregenzer Dachlandschaft, die Schweizer Berge und bis hin zum Bodensee. An klaren Tagen ist die Sicht frei auf Lindau, die Weinhügel bei Meersburg und die unzähligen Segelschiffe auf dem Bodensee. Die Oberstadt ist der älteste Teil von Bregenz, hier geht man über Kopfsteinpflaster und kann sich an wunderschönen Fachwerkbauten erfreuen, bis man plötzlich vor einem altehrwürdigen Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert steht – dem Gourmet-Hotel Deuring Schlössle. Hausherr und zugleich Chefkoch Heino Huber wurde 1998 vom Gault Millau als „Koch des Jahres“ ausgezeichnet, 2008 wurde sein Schlössle vom Bertelsmann Restaurantführer zum „Restaurant 2008 Österreich“ gewählt. Gäste, wie Hugh Grant und Liz Hurley, erfreuten sich bereits an seinen Kochkünsten. Weil aber auch das Vorarlberger Publikum gerne isst und durchaus bereit ist, Neuland zu betreten, bietet der Starkoch in Heino Hubers Lounge auch ein „Einstiegsprogramm“ an: eine Komposition aus drei bis zehn kleinen Happen, die glücklich machen, und das zu vernünftigen Preisen. Dabei genießt man beispielsweise dreifärbige Bodenseefischterrine, Auberginen-Püree mit Minze, die Wachtelkeulchen oder lernt die Crème brûlée kennen. 700 verschiedene Weine lagern im Keller, und auch hier unterstützt man den neugierigen Gast gerne auf dem Weg in die Welt des Weines. Die Bregenzer Festspiele und die Vorarlberger Gastronomie sind gut aufeinander abgestimmt. Das bestätigt auch Michael Schwarzenbacher, der Chefkoch des „Mangold“, das sich fünf Autominuten vom Bregenzer Zentrum entfernt, im Herzen von Lochau, der letzten Bodenseegemeinde vor der deutschen Grenze, befindet. Für viele ist Schwarzenbacher der Shootingstar unter den westösterreichischen Küchenchefs und laut Gault Millau mit zwei Hauben und 16 von 20 Punkten derzeit der führende Koch im Raum Bregenz. Um der Abendplanung der Gäste möglichst weit entgegenzukommen, wird hier bereits ab 17.30 Uhr warme Küche angeboten. So kann man in aller Ruhe schlemmen und sich nach den Gaumenfreuden dem Kunstgenuss auf der Seebühne hingeben. Ein gläserner Wolkenkratzer in Bernsteins „West Side Story“, eine blutrote, feuerspuckende Ölraffinerie in Verdis „Il Trovatore“ oder eine überdimensionale Kaffeehaussituation in Puccinis „La Bohème“, das waren Bilder, die in vielen internationalen Magazinen erschienen. Auch die Fachwelt zeigte sich angetan: Die Bühne zu Verdis „Maskenball“, ein dunkles Skelett, das sich aus dem See erhob und bedrohlich die Zähne zeigte, wurde vom deutschen Magazin „Opernwelt“ zum Bühnenbild des Jahres gewählt. Solche Ehrungen sorgten für einen entsprechenden Publikumsstrom aus dem In- und Ausland. Mit Verdis „Nabucco“ durchbrach man 1993/94 erstmals die „Schallmauer“ von 300.000 Besuchern. Mit der Kulisse der seit 2007 laufenden „Tosca“ hat man ebenso voll ins Schwarze getroffen. Die „Augenwand“, gestaltet von Johannes Leiacker, mit einem riesigen, aufklappbaren Auge im Zentrum, sorgte international für Furore. Genau auf dem ersten Höhepunkt der „Tosca“, während des „Te Deum“, öffnet sich die Iris des Auges und aus gelblichen Nebeln steigt eine Heerschar von Priestern. Solche Momente brechen mit jeglichen Sehgewohnheiten, prägen sich ein, sind in höchstem Maße spektakulär. Kaum ist das „Te Deum“ beendet, treten die Schauspieler wieder in den Vordergrund. Die Iris bleibt geöffnet und die Besucher blicken in die dahinter in der Abenddämmerung aufflackernden Lichter der Bodenseestadt Lindau. Aber der Ruf der spektakulären Freilichtbühne erreicht bald ein viel größeres Publikum. Die „Augenwand“ mit ihren technischen Möglichkeiten spielt im neuen James Bond-Film mit. Mehrere Tage lang wurde eine aufwändige Verfolgungsjagd für den neuen Bond-Film „Ein Quantum Trost“ mit der vollen „Tosca“-Besetzung abgedreht. Regisseur Marc Forster und Bond-Darsteller Daniel Craig zeigten sich von der Bühne und den technischen Möglichkeiten schwer beeindruckt. 2009 steht Giuseppe Verdis „Aida“ auf dem Programm. Man darf also gespannt sein. Vorbei an der Seepromenade, die im Sommer mit Palmen und Oleander Urlaubsstimmung aufkommen lässt, gelangt man zu einem weiteren Glanzpunkt der Stadt, dem Kunsthaus Bregenz, kurz KUB genannt. Der vom Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfene Glasbau ist aus dem Stadtbild mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Neoaktionisten, wie die Künstlergruppe Gelatin, die bereits als österreichischer Beitrag zur Biennale in Venedig für Aufregung sorgten, oder Franz West, stellte man für Werkausstellungen sogar das gesamte Haus und so die volle Aufmerksamkeit zur Verfügung. Internationale Stars wie Jeff Koons oder Roy Lichtenstein werden zur Festspielzeit gezeigt. Das Kunsthaus und das anschließende Café sind perfekt in das Bregenzer Leben integriert. Gerade an einem lauen Sommerabend, wenn der Asphalt noch Wärme spendet, sitzt so mancher Gast gelassen bei einem Drink, beobachtet die Festspielbesucher, wenn sie aufgeregt in Richtung Festspielhaus vorüberziehen, oder einen Skateboarder, der eine lässige Runde dreht. Und auch dabei bleibt das Kunsthaus für den Betrachter im Zentrum. Künstler wie James Turrell, Michael Craig-Martin oder Karl-Heinz Ströhle nützen die Möglichkeit, die transparente Hülle in ihre Ideen mit einzubeziehen, und lassen so das Haus nach Sonnenuntergang erstrahlen.


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